Author Archives: daria

ICMA-Nominierung für Mahler-CD

Anne Schwanewilms’ und Malcolm Martineaus Mahler-CD mit Kindertotenliedern und Rückert-Liedern hat eine Nominierung für den International Classical Music Award 2016 erhalten. Der ICMA ist ein internationaler, unabhängiger Musikpreis, der einmal im Jahr vergeben wird.

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CD der Woche bei radio klassik

Die Aufnahme mit Johanna Doderers Symphony No. 2 „Bohinj“ und „Violin Concerto No. 2 „In Breath Of Time“, intepretiert von Anne Schwanewilms, Yury Revich und dem DSP Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Ariane Matiakh, wurde CD der Woche bei radio klassik.

Hören Sie jetzt in die CD rein!

Schlussszene Capriccio „on air“

Mitte November sang Anne Schwanewilms die Schlussszene aus Strauss‘ Capriccio unter dem Dirigat von Nikolaj Znaider als Solistin im Konzert des LSO in London/Barbican. Das Konzert kann noch bis ca. 12.12. nachgehört werden unter  www.bbc.co.uk

Liederabend – Opernhaus Zürich, Okt. 2015

„Doch mit Hugo Wolfs Mörike-Liedern war Schwanewilms dann ganz in ihrer Welt: Wie sie in «Das verlassene Mägdlein» oder «Der Genesende an die Hoffnung» nicht nur die Vokale subtil färbte, sondern auch die Konsonanten in den Klangstrom einband, Explosivlaute zur Gliederung von Phrasen verwendete, ohne manieriert zu wirken, verriet ihr perfektes Handwerk: ein mit rein stimmlichen Mitteln evoziertes Theater der Stimme.

Wohltuend zurückhaltend, die erotische Dimension indes nicht vergessend, widmete sie sich der (…) Lyrik von Richard Dehmel. Ihre Kunst der stimmlichen Darstellung kulminierte in den «Wesendonck-Liedern» von Richard Wagner (…) Wie mit dem Goldstift zeichnete sie die Melodielinien, um mit sorgsam gestalteten Konsonanten unvermittelt aufhorchen zu lassen und die betörende «Treibhaus»-Atmosphäre zu verdichten."

Neue Züricher Zeitung, Jürg Huber, 27.10.2015

Arabella – Semperoper Dresden, Okt. 2015

„(…) war nun Anne Schwanewilms eine hinreißend schöne Arabella, Tochter einer verarmten Grafenfamilie, ein wirklich jung wirkendes, unrealistisch verträumtes Mädchen mit viel Liebreiz – und auch etwas kapriziös und weltfremd, wie es die Rolle verlangt. Mit ihren langen blonden Locken und ihrem, in unaufdringlicher Eleganz gehaltenen, jungmädchenhaften, hellblauen Ballkleid, das jede ihrer Bewegungen, jede Regung ihrer Gestalt vorteilhaft und ausdrucksvoll zu unterstreichen schien, war sie schon optisch eine Arabella, wie man sich diese Operngestalt vorstellt.

(…) war sie der strahlende Mittelpunkt der Aufführung und vermittelte überaus glaubhaft, dass ihr (laut Handlung) alle Männerherzen zuflogen. Sie setzte in den einzelnen Szenen mit ihrer Stimme immer wieder die richtigen Akzente im Fokus des Geschehens.“

Online Merker, Ingrid Gerk, 17.10.2015

Konzert mit den Münchner Philharmonikern

Anne Schwanewilms und die Münchner Philharmoniker mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 c-Moll wird am Samstag, 19.09 um 20:15 Uhr auf 3sat ausgestrahlt und parallel im Livestream übertragen. In der Mediathek von 3sat ist die Sendung 7 Tage verfügbar.

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Eine Live-Übertagung des dritten Konzertes dieser Auftrittsreihe wird es am Sonntag um 11 Uhr im Bayrischen Rundfunk geben.

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Ein Portrait auf SWR2

Am Sonntag, den 20. September um 15:05 Uhr wird ein Gespräch mit Anne Schwanewilms gesendet.

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CD – Kindertotenlieder, Cutting Edge

Wo Musik aufhört Musik zu sein, da verortet die deutsche Sopranistin Anne Schwanewilms Mahlers ‚Kindertotenlieder‘. Sie bezeichnet den fünfteiligen Zyklus als fünf Stadien eines Trauerprozesses, in dem das ganze Gefühlsspektrum – von unerhörtem Leid bis Ungläubigkeit, von Grauen bis Wut enthalten ist. Mit dem Begleiter Malcolm Martineau wird der 25-minütige Abschied ein intimer Dialog, in dem Stimme und Klavier sich ergänzen im Zaudern und Suchen. Die pure Sprachlosigkeit wird Klang, das lässt den Zuhörer stumm zurück.

Viel mehr als in der Orchesterfassung, bringt diese Version dem Zuhörer den amorphen Kern des Mahler’schen Gefühlslebens nah. Ohne die glanzvollen Farben und die Schmerzen mildernden Details der Orchestrierung, haben wir hier die ehrliche Quelle. Das ist ideal für jemanden wie Schwanewilms, die nicht davor zurückschreckt, sich unendlich verletzlich zu zeigen. Ihre Mischung von Energie und Zerbrechlichkeit in ‚In diesem Wetter‘, ihre mütterliche Wärme in ‚Wenn dein Mütterlein‘, ihre unirdische Poesie in ‚Nun will die Sonn‘ so hell aufgeh‘n‘ – das lässt eine vollkommenere Interpretation der Kindertotenlieder eigentlich undenkbar erscheinen.

Auch die Rückert-Lieder sind übrigens perfekte Sujets für die emotionale Tiefe, die Schwanewilms jedes Mal wieder entwickelt. Die religiöse Ekstase von ‚Um Mitternacht‘ ist ein phänomenaler Höhepunkt, das über alles Lob erhabene ‚Ich bin der Welt abhanden gekommen‘ ein Augenblick, in dem die Zeit das Dasein anzuhalten scheint. Immer spürt und ergänzt Martineau den Sopran ganz großartig. Auch seine künstlerische Herangehensweise ist nie nur darauf beschränkt, das lyrische Potential auszuschöpfen, sondern im Gegenteil darauf gerichtet, eine klare Palette der Gefühle zu entwickeln. 

Das leichtere Material, wie ‚Scheiden und Meiden‘, gelingt Schwanewilms weniger glänzend, obwohl das Duo auch hier Mahlers herzhafte Charakterisierungen außerordentlich gut beherrscht. Außerdem sollte auch ‚Liebst du um Schönheit‘ nicht unerwähnt bleiben als ein unstrittiger Höhepunkt. Kurzum, diese Aufnahme wird zweifellos eine der Mahler-Referenzaufnahmen für die kommenden Jahre sein. 

Als Vorspiel zu Mahlers vielfältigen Blicken auf das Herzeleid hat Schwanewilms das Opus 2 von Schönberg ausgewählt. Die eher mystische Vorlage füllt der Sopran mit Tönen voller Rätsel während Martineau sie, mit dem Takt, den er nun mal in den Fingern hat, eher entstaubt. Wenn das gemeinsame Musizieren auf diesem Album mit einer ungewohnt intensiven ‚Erwartung‘ (Nomen est Omen, nicht wahr?) begann, dann endet dies Recital mit einer beispiellosen doppelten musikalischen Offenbarung. Amen.

Jan-Jakob Delanoye
© Cutting Edge – 2 augustus 2015

CD – Kindertotenlieder mit Anne Schwanewilms, ONYX

Schönbergs Vier Lieder op. 2 aus dem Jahr 1899 und Mahlers Kindertotenlieder von 1901-04 sowie seine Rückert-Lieder, deren vier erste 1901 entstanden, und drei Wunderhornlieder – “Das irdische Leben”, “Scheiden und Meiden” und “Aus! Aus!” – bilden das Programm der aktuellen Lied-Aufnahme von Anne Schwanewilms bei ONYX (ONYX 4146), wo sie unter dem Titel “Das himmlische Leben” bereits Liszt und Mahler gesungen hat, damals mit Charles Spencer, während sie jetzt von Malcolm Martineau begleitet wird. Schwanewilms entfaltet in Schönbergs Liedern einen sublimen, jugendstilhaft glitzernden Klangzauber, in den sich in den Kindertotenliedern eine morbide trauernd-träumerische Distanz mischt. Schwanewilms singt die Kindertotenlieder, zu denen sie unter der Überschrift “Die Kindertotenlieder singen, ohne dass Zorn und Schmerz die Stimme ersticken” auch einen Text beisteuert, ohne falsches Sentiment, dabei mit feinfühliger Delikatesse, höhensicher, hell und sicher im Ton, flammend in der inneren Aufruhr bei “In diesem Wetter”, getragen vom sprechenden Spiel ihres schottischen Partners, der sich hier einmal mehr als einer der führenden Lied-Begleiter erweist. Bei aller prachtvoll bannenden Strauss-Üppigkeit gleitet Schwanewilms niemals nur über die Oberfläche dieser Lieder, belässt es nicht bei entrücktem Klangraffinement (“Um Mitternacht”), sondern betört unter der edlen Politur ihres strahlenden Soprans mit Farben und Finessen, die vor allem die Rückert-Lieder zu einer Referenz-Aufnahme machen.

Operalounge.de, 27.07.2015

CD – Kindertotenlieder mit Anne Schwanewilms

„Die Klavierbegleitung von Malcolm Martineau bringt eine Vielfalt und Intimität, die perfekt zu den Liedern passt – vielleicht sogar mehr als die übliche Orchesterfassung. Schwanewilms hat wunderschön fließende hohe Töne. Ihre Interpretation ist voller Einsicht und sie singt mit herzzerreißender Reinheit.“

Fiona Maddocks, The Observer, London, 26. Juli 2015