Author Archives: daria

Requiem | New York | September 2005

Frau Schwanewilms hat einen sehr schönen Sopran, eine klare, dunkel getönte und focussierte Stimme. Ihre weichen, lang ausgehaltenen hohen Töne, mit wenig Vibrato und präzisen Tonhöhen vorgetragen, waren hinreißend.

New York Times

Die Gezeichneten | Salzburg | August 2005

Ein Schreker-Abend, der auch deshalb lange nachklingt, weil ihn exzellente Sängerdarsteller und luzide agierende Musiker tragen. (…) Anne Schwanewilms gibt die Partie der Carlotta mit glasiger Grazie, trifft in jeder Phase den mal insistierenden, mal verletzten Ton einer mit sich unversöhnten femme fragile, die den begehrten Außenseiter Alviano fallen lässt, als der sie begehrt, um am Ende dem brutalen Machismo Tamares zum Opfer zu fallen (…).

Albrecht Thiemann, Opernwelt 10 / 2005.

Doch kaum tritt Carlotta Nardi auf (…) beginnt der Abend zu vibrieren. In erster Linie liegt das an Anne Schwanewilms, der hochgewachsenen deutschen Sopranistin, die sich diese Partie restlos zu eigen gemacht hat. Ganz leise und flötig kann sie werden, wenn sie in die Höhen steigt, die ihr Schreker zugedacht hat – da kommt jeder Widerstand zum Erliegen (…)

Neue Zürcher Zeitung Online

Als Carlotta war die Sopranistin Anne Schwanewilms herausragend unter den Protagonisten, mit eisigem Glanz in der Stimme und einer hypnotisierenden Bühnenpräsenz.

New York Times

… Vor allem: Anne Schwanewilms war faszinierend als Carlotta. Mit ihrer hitzig expressiven Bühnenpräsenz und kühl schönen Sopranstimme erfasste sie die Mehrdeutigkeiten von Carlottas Charakter und, folglich, das ganze Feuer und Eis von Schrekers Welt.

New Yorker

Die Gezeichneten – Salzburger Festspiele 2005

Zu Strauss’ Vier letzte Lieder (Lübeck 2005)

Als ich die Lieder zuerst studiert hatte, waren für mich die schönen Legatobögen im Vordergrund, die schönen Bläserstellen, die Musik, die so breit gefächert ist und so mitreißend und so – nicht sentimental, sondern sehr sinnlich ist, sentimental ist der völlig falsche Ausdruck – sinnlich! Heute, ich bin älter, Freunde sind gestorben, da geht man die Lieder anders an. Die vier  l e t z t e n  Lieder –‚Im Abendrot’, zum Beispiel – da kommen mir manchmal die Tränen, wenn ich zu Hause vor dem Flügel sitze und dann dieses Abendrot aufgeht, vor Augen führt, dass das Lebenslicht vorbei geht – o Gott. Heute sind die Lieder für mich persönlich in dieser Hinsicht noch berührender, als vor ein paar Jahren. Ein Abschied muss ja nicht heißen, es endet  a l l e s. Ich finde, so hoffnungsfrohe, hoffnungsvolle Lieder, die den Tod beschreiben, die die Grenzen beschreiben, habe ich selten gehört. Man hört, dass Strauss ein gläubiger Mensch ist, man fühlt, dass er ein gläubiger Mensch ist. Er hat Eichendorff und Hesse  s o  gefühlvoll umgesetzt in positive Harmonien, positive Linien, da geht einem schon das Herz auf. Wenn man zum Beispiel selbst Freunde hatte, die vor kurzem gestorben sind, deren Tod einem so nahe gekommen ist, da kriegt man auch selbst Hoffnung. Man kann Abschied nehmen, aber das ist ein Abschied von einer  Z e i t , aber dann kommt was Neues. (…)

Ich möchte mit meinen beiden Beinen auf dem Boden stehen und spüren, ich bin völlig normal. Ich bin dabei etwas zu gestalten, aber mit meinen Möglichkeiten, und ich  d i e n e ,  ich versuche zumindest zu dienen, nicht etwas Künstliches aufzusetzen.

Anne Schwanewilms im Interview mit Elisabeth Richter für den NDR, August 2005. Anlass: Abschlusskonzert des Schleswig-Holstein Musikfestivals in der MuK, Lübeck, mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Christoph von Dohnányi.

 

Ariadne auf Naxos | Royal Opera House, Covent Garden, London | June 2004

Die Rolle passt ihr wie ein Handschuh.

Financial Times

Schwanewilms ist eine Sängerin auf der Höhe ihrer Meisterschaft in einer Rolle, die vollkommen zu ihr passt.

Opera

Und dann war da die göttliche Anne Schwanewilms als Ariadne. (…) Groß, gewinnend, die Bühne beherrschend und mit einer Stimme, die Gänsehaut erregen kann, ist Schwanewilms eine der bedeutendsten Sängerinnen der heutigen Opernbühne.

Independent

Vier letzte Lieder | Bridgewater Hall, Manchester | May 2004

Schon nach ihren wenigen ersten Takten war offenbar, dass Schwanewilms etwas ganz Besonderes ist, und nicht nur im Hinblick auf ihre mühelos virtuose Technik. Ihr unfehlbares Gespür für die feinsten Details der Phrasierung und des Timings erhob diese Aufführung in stratosphärische Bereiche des musikalischen Erlebens. Obwohl es viele Soprane gibt, die diese Lieder schön singen – bei Schwanewilms zählt jedes Wort in einer Weise, die sich mit atemberaubender Intensität mitteilt.

The Guardian

Elektra – Royal Opera House, London 2003

Der ferne Klang – Staatsoper Berlin, 2003

Idomeneo | Glyndebourne | June 2003

Aber was den puren stimmlichen Nervenkitzels angeht, so bekommt Anne Schwanewilms – in der Rolle der selbstquälerischen Prinzessin Elettra, die Idamante vergeblich liebt – den ersten Preis. Ihre süßen, einschmeichelnden Klänge in ‚Idol mio’ verwandeln sich in ihrer letzten, rasenden Arie ‚D’Oreste’ in durchdringendes Kreischen und irrsinniges Gelächter. Es scheint, als wäre sie kurz davor, aus Ärger innerlich zu verbrennen. Es ist der Höhepunkt des Abends.

The Independent

Selbst Elettra, das Biest, bleibt leise und schärft ihre Krallen im Piano: Was Anne Schwanewilms da an Schattierungen leistet, ist in seiner Extravaganz wie in seiner Gesangskultur alleine schon den Abend wert.

Bernd Feuchtner, Opernwelt 8 / 2003

Elektra | Royal Opera House, Covent Garden, London | March 2003

Aber die Offenbarung ist die deutsche Sopranistin Anne Schwanewilms als Elektras Schwester Chrysothemis, die uns wieder daran glauben lässt, dass es tatsächlich so ein Wesen gibt wie die anmutige, ätherisch-zarte Diva, die ergreifend spielen kann während sie die anspruchsvollsten Gesangslinien mit unangestrengter Leichtigkeit und hinreißender Schönheit singt.

The Observer